35-mm- vs. 50-mm-Laufräder für Anstiege: Welches ist besser für Bergstraßen?
Radfahrer gehen oft davon aus, dass flachere Laufräder immer besser zum Bergauffahren geeignet sind. Das stimmte vor zehn Jahren größtenteils, doch moderne Carbonlaufradtechnologie hat die Situation verändert.
Sollte man also beim Bergauffahren 35-mm- oder 50-mm-Laufräder wählen?
Warum das Laufradgewicht wichtig ist
Jedes Gramm zählt, wenn die Schwerkraft den Hauptwiderstand darstellt.
Ein leichterer Laufradsatz hilft Fahrern:
Schneller zu beschleunigen
Die Trittfrequenz an steilen Anstiegen zu halten
Die Ermüdung bei langen Anstiegen zu reduzieren
Traditionell waren 35-mm-Laufräder die bevorzugte Wahl für Bergfahrer, da sie leichter sind.
Aerodynamik ist auch bergauf wichtig
Viele Fahrer übersehen, dass der Luftwiderstand bergauf nicht verschwindet.
Bei moderaten Steigungen von 4–6 % sind Fahrer oft schnell genug unterwegs, sodass die Aerodynamik weiterhin eine wichtige Rolle spielt.
Das bedeutet, dass ein leichtes 50-mm-Laufrad manchmal ein schwereres, flacheres Laufrad übertreffen kann.
Der entscheidende Faktor ist das Gesamtgewicht des Laufrads, nicht allein die Felgenhöhe.
Bergabfahrten
Aufsteigen ist nur die halbe Miete.
Nach jedem Anstieg folgt die Abfahrt.
Hier bieten 50-mm-Laufräder folgende Vorteile:
Bessere Aerodynamik
Höhere Abfahrtsgeschwindigkeiten
Mehr Schwung in welligem Gelände
Viele Fahrer gleichen das höhere Gewicht, das sie beim Aufstieg kompensieren, bei schnellen Abfahrten teilweise aus.
Die beste Wahl für Bergfahrer
Wählen Sie 35-mm-Laufräder, wenn:
Sie jede Woche in den Bergen fahren
Sie regelmäßig Anstiege über 8 % bewältigen
Gewicht für Sie oberste Priorität hat
Wählen Sie 50-mm-Laufräder, wenn:
Sie in gemischtem Gelände fahren
Sie an hügeligen Rennen teilnehmen
Sie einen Laufradsatz für alle Bedingungen benötigen
Für optimale Performance im Gelände sind 35 mm nach wie vor die traditionelle Wahl, aber moderne, leichte 50-mm-Laufradsätze werden immer wettbewerbsfähiger.




